23.08.2018

Ein Bindeglied zwischen Arzt und Patient

Gesundheits- und Krankenpflegeschülerin Hannah Crauser zeigt der Bundestagsabgeordneten Josephine Ortleb die Intensivstation des CaritasKlinikums Saarbrücken

Die Bundestagsabgeordnete Josephine Ortleb hat die Intensivstation des CaritasKlinikums Saarbrücken St. Theresia besucht und sich dort mit der Auszubildenden Hannah Crauser getroffen. Sie hatte im Juni beim Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ in Berlin einen vierten Platz belegt und war zudem in die „Nationalmannschaft Pflege“ aufgenommen worden. Die 22-Jährige steht kurz vor ihrem Abschluss als Gesundheits- und Krankenpflegerin am cts SchulZentrum St. Hildegard.


Im persönlichen Gespräch wollte Josephine Ortleb vor allem wissen, was die Politik tun könne, um mehr junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern. „Es mangelt an gesellschaftlichem Ansehen“, sagte Hannah Crauser ehrlich. „Viele Menschen wissen gar nicht, was die Pflege ausmacht und wie spannend sie ist. Da herrscht ein ziemliches Klischee-Bild vor. “ Ein Freiwilligendienst könne hier eine gute Möglichkeit sein, in den Beruf reinzuschnuppern, sagt die junge Frau. Sie selbst hatte sich 2015 nach dem Abitur und einem Freiwilligen Sozialen Jahr im Rettungsdienst bewusst für die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin entschieden. „Als Pflegekraft fungiert man quasi als Bindeglied zwischen Arzt und Patient und hat einen sehr intensiven Umgang mit den Patienten“, sagt sie. „Man lernt unterschiedliche Lebensgeschichten kennen, baut Beziehungen auf und kann dann ganz individuell helfen und unterstützen.“


Im Anschluss an den Austausch zeigten Hannah Crauser und Stationsleiter Matthias Becker dem Gast die Intensivstation. Josephine Ortleb informierte sich über die elektronische Dokumentation und Verweildauern. Zudem ließ sie sich die moderne Technik an den Monitoren und in der Schaltzentrale erklären. Sie zeigte sich begeistert von dem persönlichen Einblick in Hannahs Arbeit als Auszubildende: „Ihre Motivation für den Beruf steckt an. Sie ist damit für Viele im Saarland und darüber hinaus ein Vorbild in der Ausbildung der Pflegeberufe. Das brauchen wir für unsere gemeinsamen Bemühungen zur Aufwertung des Berufszweigs beispielsweise auch über eine bessere Bezahlung, gute Ausbildungsbedingungen und die Vereinbarkeit mit der Familie. Wir müssen noch mehr darüber reden, wie viel Pflegerinnen und Pfleger für diese Gesellschaft leisten und wie toll dieser Beruf ist.“


Im September beendet Hannah Crauser die Ausbildung mit den mündlichen Prüfungen und hat ab Oktober eine Zusage für einen Arbeitsplatz auf der Intensivstation, ihrem Wunscheinsatzort. „Die Ausbildung war definitiv die richtige Entscheidung“, sagt sie rückblickend. „Es macht mir super viel Spaß und das allein motiviert schon total.“